Wahnwitz Realität [2013] – zum Neujahr 2016

Wenn heutzutage ein fühlender und empfindender Mensch „wahnsinnig“ wird, in einer Welt, die jeden Humanismus Lügen straft, angesichts von gesellschaftlicher Verrohung und Gewaltbereitschaft auf allen Ebenen, vom Rüstungswahnsinn des kalten Krieges bis zum heutigen globalen Terror – vernetzt oder dezentral -, unterfüttert mit der medialen „offiziellen Variante“ und unterschwelliger Desinformation im Kontrast zu „Systemkritik“ bis hin zu „Verschwörungstheorien“, die wiederum offiziell belächelt werden, ist der „Wahnsinn“ des einzelnen eine nachvollziehbare Reaktion auf eine aberwitzig komplexe Realität, in welcher eine Spezie, ausgestattet mit High-Technology und Primatenhirnen versucht, einer selbstgenerierten Lage Herr zu werden, die sich dem Grunde nach ihrer Kenntnis entzieht…

– Die Zeit ist möglicherweise reif – aber ist es der sogenannte Mensch?
– Vermutlich hat die technologische Entwicklung die Evolution des einzelnen Menschen – biologisch, psychisch und kognitiv – schon lange abgehängt, vermutlich zunehmend seit der ersten Industriellen Revolution…

Zum Flüchtlingsdrama – Für: „Ein neues Zeitalter der Vernunft“ [2015]

Dass es mit dem Planeten Erde
Auch des Weitern etwas werde,
Brauchen wir jetzt und in Zukunft
Abermals neu die Vernunft!

Wir alle tun uns quälen:
Wen soll man denn da wählen,
Von den ach so großen Bossen,
In ihren Limousinen und Karossen?…

Gleichsam einer Verschwörung –
Der Odem der Zerstörung –
Regiert – na klar – das Geld die Welt,
Doch aber wer regiert das Geld?!?

Kapitalismus versus Humanismus
Egoismus versus Altruismus…
…Hey, lasst uns hier alle leben!
In diesem schönen Garten Eden!!!

Doch gibt’s in Eden Stacheldraht,
Der ihn durchtrennt gleich einer Naht…
…Die Welt, sie hat zwei Ufer,
Und ein paar mut’ge Rufer…

…An beiden Seiten dieser Küste! –
Ein Ufer liegt im Land der Wüste…
Das andere Ufer – dort das Land,
Wo herrscht Sicherheit und auch Wohlstand.

So lasst uns kämpfen gegen Kleingeist,
Denn die Freiheit
Ist der Zeitgeist!
…Zu Ende ist die Eiszeit!

Doch liegt es ganz in unser’n Händen,
Dass die Eiszeit tut auch enden,
Da wo die Erde stöhnt vor Schmerzen:
In unseren Köpfen, Händen, Herzen!

So gewährt mir eine Bitte:
Klopfte jemand an die Hütte
Von dir – aus Not an deine Tür –
Verschlössest du dein Herz dafür?!?

* * *

A priori glücklich [2015]

Klar ist der Primärzustand:
Ich halt das Glück in meiner Hand!
Nicht erst Bedingung eins, zwei, drei,
Dass ich hernach dann glücklich sei!

Nein, ich bin zum Glück gemacht –
Hab dran schon lang nicht mehr gedacht!
Die Umwege, die spar ich mir,
Dekonditionier‘ mich jetzt und hier!

Das Glück – nicht langer Arbeit Lohn –
Lass los das Leid – und du hast’s schon!
Was dich trennt von dem Zustand,
Ist lediglich nur dein Verstand!

Dieser diktiert dir, was dir fehlt,
Weswegen du dich folglich quälst!
Denn wenn du das Glück begehrst,
Verweigert es sich dir scheint’s erst!

Doch erkennst zu guter Letzt,
Was du dann unendlich schätzt:
Dem Jetzt ist nichts hinzuzufügen –
Et voilá: Rein ins Vergnügen!!!

* * *

Umkehr [2015]

Hey du, du kommst so gut bei anderen an,
Dein Lieblingswort ist „international“ –
Kommst Du auch manchmal bei dir an?
Sozusagen bei dir selbst, total lokal?

Menschen wie du zerstreuen sich
In der weiten Welt –
Echte Freunde hab’n sie nicht,
Geliebt wird nur ihr Geld…

Wenn ihre Welt zusammenbricht,
In sich zusammenfällt,
Gibt’s eine Stimme die da spricht:
„Ich bin das Licht der Welt!“

Doch Menschen wie du seh’n es nicht,
Solange die Welt in Ordnung ist,
Denn diese Stimm‘ erst leise spricht,
Wenn du ganz am Boden bist…

Doch dann schöpfst du neuen Mut,
Verschenkst dein Haus und Geld,
Und kündest von nem höh’ren Gut –
Stehst auf und trägst es in die Welt…!

Die Menschen hör’n mit Spannung zu,
Was du zu sagen hast,
Du verschenkst Frieden und Ruh‘
Und trägst für sie die Last!

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Das Spiel des Lebens [2015]

Wofür leb ich eigentlich?
Höre ich mich stammeln –
Ich glaube da, ich kenne mich:
Um Erfahrungen zu sammeln!

Ich will mein Potential entfalten,
Dafür lebe ich,
Durch nichts lass ich mich aufhalten,
Ja, das vertrete ich!

Geopfert hab ich dafür vieles –
Ja, es ist mir ernst,
Ich bin der Gambler meines Spieles –
Was du von mir lernst?

– Jeder lernt seine Lektion,
Dies ist seine Sache,
Ernst war’s mir mit dir schon,
Egal, was ich jetzt mache…

…So sind im Leben Spieler wir,
Im großen Spiel des Leben‘,
Wir alle können nichts dafür,
Genau, so ist es eben!

Doch merkst du eins, ob früh, ob später,
Siehe genau hin,
Alle sind wir immer Täter,
So macht das Leben Sinn!

Und bist von Leid du übermannt,
So verzage nicht,
Rette dich an’s sich’re Land,
Das ist deine Pflicht.

Auch wenn’s Leben als Spiel erscheint,
Darfst du nicht rumgammeln,
Es ist durchaus ernst gemeint,
Zum Erfahrung sammeln!

Was du zu guter letzt erkennst,
Ist deines Lebens Quintessenz!…

* * *

Konstruktivistischer Rap – Eine Welt, die allen gefällt [2014]

Ich rede heut mal der Nation ins Gewissen,
Die Lage der Welt ist wirklich beschissen!
Bedient mit der offiziellen Variante
Bleibt die Wahrheit eine Unbekannte…
Die inoffizielle Variante ist nur wenigen bekannt –
Einem Zirkel der Mächtigen hier in unserem Land…
Verschwörungstheorien bleiben Spekulation –
Was ist Wahrheit?!? – Bei Gott, mein Sohn?
Aus der Wahrnehmung deiner Sinne
konstruierst du dir deine Realität –
Bevor du jetzt handelst ist es
zum Nachdenken noch nicht zu spät!…
Die Versatzstücke deiner Wahrnehmung sind selektiv,
Deswegen immer unvollständig
und unsere Ansichten schief!
Sind unsere Sinne – ich hab da so einen Verdacht –
r die Erkenntnis der Wahrheit gemacht?
Oder dienen sie nur unserem Überleben, und, zu dumm,
hren uns auch noch an der Nase herum!
Nimm den Gesichtssinn und die Perspektive,
Parallelen verjüngen sich in der Tiefe,
Obwohl laut Tastsinn immer derselbe Abstand –
Die Sinnestäuschung liegt auf der Hand…
Ein Auge, das erscheint ziemlich klein –
Doch alles was du siehst, passt hinein!
So bleibt die Frage, die sich hier stellt:
In welcher Wechselwirkung stehen Bewusstsein und Welt?
Wusstest du schon, du kannst,
ohne deinen Körper zu verlassen,
Diesen auch von außen anfassen?
Du zeigst mir ’nen Vogel, und, aufgepasst,
Du hast dich gerade von außen angefasst!
Also, unsere Welt, von unserer Wahrnehmung
in unserem Bewusstsein konstruiert,
Wird umgekehrt herum durch unser Handeln manipuliert!
In welcher Welt wir auf diese Art existieren,
Ist die Realität, die wir selber kreieren…
So lasset uns gestalten unsere Welt,
Wie sie für alle gut ist und wahrhaft allen gefällt!

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